Die Anforderungen an die städtischen Freiräume sind weitreichend.
Sie sollen ökologisch wertvoll und an den Klimawandel angepasst sein, denn angesichts der globalen Klimakrise sind die Habitate von Menschen, Tieren und Pflanzen zunehmend bedroht.
Freiräume sollten auch die Interaktion und Gemeinschaftsbildung im städtischen Umfeld stärken, multifunktional, ästhetisch ansprechend und gesundheitsfördernd sein.
Veröffentlichung Sustainable Landscape Design and Development @ Baukultur NRW, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, 15 September 2024
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Sustainable
Landscape
Design
and
Development
Die Anforderungen an die städtischen Freiräume sind weitreichend. Sie sollen ökologisch wertvoll und an den Klimawandel angepasst sein, denn angesichts der globalen Klimakrise sind die Habitate von Menschen, Tieren und Pflanzen zunehmend bedroht. Freiräume sollten auch die Interaktion und Gemeinschaftsbildung im städtischen Umfeld stärken, multifunktional, ästhetisch ansprechend und gesundheitsfördernd sein.
Die Planung der urbanen Freiräume ist meist die Aufgabe von LandschaftsarchitektInnen. Sie gestalten Grün- und Freiflächen wie Plätze, Straßenräume und Parks, Sportanlagen und Naherholungsgebiete – mit höchsten Ansprüchen an Ästhetik, Funktionalität und den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Lebens- und Zukunftsqualität unserer Städte und Regionen.
Wie können Klima-Resilienz und Klimagerechtigkeit im städtischen Raum gefördert werden? Was sind Strategien, um Freiräume aufzuwerten und sie an den Klimawandel anzupassen? Wie können attraktive Räume für FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen gestaltet werden? LandschaftsarchitektInnen sind daher wohl gefragter denn je, denn sie sind einer der wenigen kreativen Berufe, die gezielt neue klimafreundliche Lösungen entwickeln!
Ein ökologischer Wandel in Städten bedarf eines integrativen Ansatzes, der weit über nationale Grenzen hinausdenkt. Denn das stärkste Bevölkerungswachstum und die höchsten Urbanisierungsraten sind in Ländern außerhalb Europas zu finden. Laut einer Studie der International Rescue Committee liegen die von den Folgen des Klimawandels am stärksten betroffenen Staaten (die „Most Affected People and Areas”, auch bekannt unter dem Kürzel MAPA) vor allem im Globalen Süden.
Daher ist es besonders wichtig, das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer ökologischen Transformation im internationalen Kontext zu schärfen. Dies erfordert auch einen Paradigmenwechsel, da um den globalen Herausforderungen gerecht zu werden, verschiedene Weltanschauungen und Erfahrungen einbezogen werden müssen.
Der englischsprachige Masterstudiengang Sustainable Landscape Design and Development richtet sich an eine internationale Zielgruppe und fokussiert die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das Master-Programm beschäftigt sich mit Themen wie Klimawandel, urbane Biodiversität, wassersensibler Stadtentwicklung, Gender Equal Cities, Energielandschaften, Healthy Cities, Ernährungssicherheit, urbane Schrumpfungsprozesse sowie zunehmende Urbanisierung und Migration. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und deren Prinzipien bilden dabei den Referenzrahmen.
Die Master-Studierenden bearbeiten Projekte aus deutschem, europäischem sowie internationalem Kontext, wie „Walkability and Climate Adaptation for Dhaka Streets“ in Bangladesch, „Sustainable Landscape Typologies for the Nile City“ in Ägypten oder „Pollinator Gardens as Urban Green Infrastructure“ in San Francisco, USA. Sie werden dabei qualifiziert, systemisch zu denken und zu handeln, und die verschiedenen Dimensionen der Freiraum- und Landschaftsgestaltung in einem großen, langfristigen Kontext zu betrachten.
Der Studiengang fördert somit den kreativen Austausch zwischen den internationalen Studierenden aus aller Welt. Im interkulturellen Dialog eröffnet das Master-Programm neue transdisziplinäre Ansätze, die innovative Perspektiven auf drängenden Zukunftsfragen ermöglichen.
Prof. Elizabeth Sikiaridi ist Initiatorin und Studiengangsleiterin des internationalen Masters „Sustainable Landscape Design and Development“.
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