Networked City

In welchem Verh├Ąltnis stehen historische Stadtvisionen sowie urbane Leitbilder aus der Vergangenheit zu den heutigen Smart-City-Narrativen?

Visionen der vernetzten Stadt
19.00-20.30, 20 Februar 2020

Anmeldung (ausgebucht)

@ Humboldt Institut f├╝r Internet und Gesellschaft
Berlin

Einf├╝hrung

Prof. Elizabeth Sikiaridi und Prof. Frans Vogelaar, Hybrid Space Lab

Moderator

Benjamin Kn├Âdler, der Freitag

Referentinnen

Dr. Isabella Hermann, Politikwissenschaftlerin, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Prof. Melanie Humann
, Architektin, TU Dresden
Elke Plate, Stadtplanerin, Senatsverwaltung f├╝r Stadtentwicklung und Wohnen, Projektleiterin Berlin 2030
Rosa Thoneick, CityScienceLab, HafenCity Universit├Ąt Hamburg

Kurator*Innen

ÔÇ×Visionen der vernetzten StadtÔÇť wird eingef├╝hrt durch die Kuratoren des City Making Lab-Programms,┬áChristian Grauvogel (Humboldt Institut f├╝r Internet und Gesellschaft) und┬áProf. Elizabeth Sikiaridi┬áund┬áProf. Frans Vogelaar┬á(Hybrid Space Lab).

Mit der zunehmenden digitalen Transformation der St├Ądte durchdringen die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) das Urbane und vernetzen auf vielf├Ąltige Weise die st├Ądtische Umwelt.

Der von der Informationstechnologie ├╝bernommene Ansatz zielt auf eine datenbasierte Optimierung und Effizienzsteigerung st├Ądtischer Funktionen ab, indem die Datenerfassung realer Ph├Ąnomene unterst├╝tzt wird. Der Ansatz, der durch Kommunikationstechnologien gepr├Ągt ist, f├Ârdert stattdessen die Beteiligung der Stadtnutzer und -bewohner, unterst├╝tzt Partizipationsprozesse und erm├Âglicht somit eine gr├Â├čere Komplexit├Ąt durch Verhandlungen und die Bildung intelligenter kreativer Kollektive.

Die Optimierung hilft dabei, die Herausforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Kontrolle sowie Stadtmanagement insgesamt zu bew├Ąltigen. Es ist jedoch wichtig zu hinterfragen, f├╝r wen st├Ądtische Prozesse optimiert werden. Au├čerdem ist zu ber├╝cksichtigen, dass die Qualit├Ąten der Urbanit├Ąt auf dem funktionalen, sozialen, kulturellen Reichtum und der Komplexit├Ąt von St├Ądten beruhen ÔÇôund damit auch auf den inh├Ąrenten fortw├Ąhrenden urbanen Verhandlungsprozessen.

Wie wirken sich neben Effizienz und Optimierung weitere Faktoren auf die Qualit├Ąt unserer St├Ądte aus, und was sollte man dabei noch ber├╝cksichtigen?

Alternative Ans├Ątze und Ann├Ąherungen er├Âffnen Freir├Ąume f├╝r die Gestaltung der Urban-Tech. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, heutige zukunftsorientierte stadttechnologische Visionen und Modelle innerhalb der Geschichte der Urbanisierung und der Entwicklung von Stadtkonzepten zu verstehen, zu gestalten und zu platzieren.

Welche Stadtmodelle und Stadtkonzepte pr├Ągen die Urban-Tech?

Was ist die soziale und urbane Geschichte der Stadttechnologien und st├Ądtischen Infrastrukturen?

Wie ist die fortschreitende Wie k├Ânnen menschzentrierte Ans├Ątze der Stadttechnologie die Praktiken der Selbstbestimmung und der Selbsterm├Ąchtigung von Smart Citizens f├Ârdern?

Gesellschaftliche Ideale und soziale Modelle untermauern und pr├Ągen die entsprechenden Visionen des Urbanen, und st├Ądtische R├Ąume werden unter Ber├╝cksichtigung spezifischer Identit├Ąten von Nutzern und Bewohnern entworfen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, inklusive Denkans├Ątze zu verfolgen und die sozialen Dimensionen urbaner Technologiekonzepte zu ber├╝cksichtigen.

Welche gesellschaftlichen Modelle beeinflussen und pr├Ągen die Urbanisierung der Technologie?

Welche Aspekte werden von diesen Urban-Tech-L├Âsungen nicht angesprochen, und welche Gruppen werden dabei nicht ber├╝cksichtigt?

Wie k├Ânnen menschzentrierte Ans├Ątze der Stadttechnologie die Praktiken der Selbstbestimmung und der Selbsterm├Ąchtigung von Smart Citizens f├Ârdern?

Stadtplaner, Stadtentwerfer, Sozialwissenschaftler, Zukunftsforscher und aktive B├╝rger, die die urbanen Technologievisionen und -konzepte reflektieren, sollen im Dialog gemeinsam die Beziehungen zwischen den st├Ądtischen Leitbildern und Konzepten aus der Vergangenheit und den urbanen Zuk├╝nften noch untersuchen.

Visionen der vernetzten Stadt ist Teil der Programmreihe City Making Labs ÔÇ×digital macht stadtÔÇť, die sich als Kooperation zwischen dem Hybrid Space Lab und dem Humboldt Institut f├╝r Internet und Gesellschaft mit Digitalisierung und Stadt und Gesellschaft befasst.

Das City Making Lab untersucht die aktuellen Entwicklungen an der Schnittstelle von St├Ądten und digitaler Technologie, die sich mit st├Ądtischer Mobilit├Ąt und ├Âffentlichem Raum, neuen Mustern der Raumnutzung zum Leben und Arbeiten, zirkul├Ąren St├Ądten, Klimaanpassungen und Healthy Cities befassen.

City Making Lab schafft einen Raum f├╝r Austausch und Kommunikation zwischen Open Data Expert*innen, Datenschutzfachleuten, Stadtforschern, Architekten, Stadtentwicklern, Zivilgesellschaft und Verwaltung.

Das Leitmotiv der Programmreihe City Making Lab ÔÇô ÔÇ×digital macht stadtÔÇť ÔÇô greift das Potenzial digitaler Technologie auf, um Stadtentwicklungsprozesse voranzutreiben und die Macht in der Stadt neu zu definieren.