
reBOOT ist ein Kunst/Medien Labor an Bord eines Schiffes, das am 8. Oktober in Köln ablegt, um eine Woche lang flussabwärts nach Amsterdam zu fahren. Junge Künstler, Musiker und Medien-Kollektive werden Projekte verwirklichen, die sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Fluss, den Orten und der damit verbundenen Idee der Vernetzung auseinandersetzen.
Unterwegs wird reBOOT in Düsseldorf, Duisburg, Emmerich, Arnheim, Rotterdam und Amsterdam vor Anker gehen.
reBOOT stieg den Rhein hinab und eröffnete eine experimentelle, hybride Plattform für den Austausch von Positionen und Perspektiven, die ständige Verschiebung von Grenzen zwischen den Bereichen Kunst, Medien und Sound und deren Verbindung zu Themen wie Politik, Wirtschaft und Urbanismus.
Kunst
NRW.NL
reBOOT
reBOOT-Künstlerinnen/Künstler:
Yariv Alterfin/ Bettina Bachem/ Oskar van der Belt/ Dave Benett/ Christin Bolewski/ Persijn Broerse/ Nathalie Bruys/ Patrice Cros/ Nicolas Desponds/ Michel van Duyvenbode/ Eins & Eins/ Arthur Elzenaar/ flussux/ Nanna van Heest/ Dirk Holzberg/ Frank Horlitz/ Timothy Ingen-Housz/ Adam Hyde/ Isabelle Jenniches/ Gideon Kiers (D.U.M.B.)/ Joey Kops/ Chris Krönke/ Katrin Lehmann/ Martina Loepfe/ Arne Ludwig/ Marc Rene Matter/ Mauzz/ Andreas Menn/ Gels Middendorf/ Edward Milhuisen/ Myriel Milicevic/ Merel Mirage/ Jürgen Moritz/ Heike Mutter/ Alina Paluch/ Peter Pedaci/ Holger Reckter/ REWIND/ Remko Scha/ Simonex/ Ivar Smedstad/ Fabian Stärk/ Stephanie Thiersch/ Toek (DFM)/ Silke Wawro / Jost Wischnewski / Agnes Meyer-Brandis / Gregor Russ
Boat
Art
&
Media
Lab
Programm

Freitag, 8 Oktober 1999, Cologne
20.00 Parcours performance at the exhibition, Deutzer Brücke
22.00 Opening party at “Weberschiffanleger” Leystapel, Schokoladenmuseum, Rheinkilometer 687
22.00 Andreas Menn: Zwei Objekte/Zwei Subjekte, mobile video-helmets
23.00 Triple r, Anima, Boris Bontempi: party
20.30 Dave Bennett: concert
21.30 Movement Jockeys
Samstag, 9 Oktober 1999, Düsseldorf
13.00 Departure Cologne
15.30 Michal Hirsch: No Place – No Time, dance performance
17.00 Arrival Düsseldorf, docking place Rheinterasse/Hofgartenufer, Rheinkilometer 745,5, Steiger Düsseldorf 2
17.30 Alina Paluch, Bettina Bachem, Jörg Külzhammer: diving event
18.00 Stephanie Thiersch, Uta Sander & Dave Bennet, process choreography
19.00 Jost Wischnewski, Gregor Russ, Parkhaus: reception
21.30 Ego Digits, Antonelli Electr. Live, Triple r, Strobocop, Anima, 1&1: party
Sontag, 10 Oktober 1999, Duisburg
11.00 Departure Düsseldorf
14.00 Boris Sieverts, guided tour: Kupferhütte
14.30 Arrival Duisburg, Innenhafen, in front of Stadtmuseum, Rheinkilometer 777
16.30 Andreas Menn: Zwei Objekte/zwei Subjekte, mobile video-helmets
16.30 Harry Flöter: Controlled Demolition, film
17.30 University of Duisburg: Art in the Internet, research project
18.30 Uta Sander, Dave Bennet & Axelle Sengissen: process choreography
21.00 Tomek Rejs: film projection
22.00 Josef Suchy: concert
22.45 Kunsthochschule für Medien Köln: Animation films
23.15 Computer Jockeys
Montag, 11 Oktober 1999, Emmerich
10.30 Boris Sieverts: guided tour
15.00 Departure Duisburg, Inner harbour
19.30 Arrival in Emmerich, Rheinpromenade, Rheinkilometer 852
20.00 Stephanie Thiersch, Uta Sander & Dave Bennet, process choreography
20.30 Jürgen Moritz: Reading
21.00 Marc Rene Matter & Corinne Gerber: Labiles System Liebe, reading
21.30 Josef Suchi & 1&1: concert
Dienstag, 12 Oktober 1999, Arnheim/Arnhem
9.30 Die Entwicklung der Rheinschiffahrt at the Rheinmuseum Emmerich: exhibition
12.00 Departure Emmerich
12.00 Christine Meierhofer: Vergessen, reading
14.00 Arrival Arnheim, Rijnkade, Arnhem
15.00 Academy of Fine Arts, Arnhem: reception & screening media art, one minute videos, NL Art Academies & KHM
18.30 Stephanie Thiersch, Uta Sander & Dave Bennet: process choreography
22.00 Brüsseler Platz 10a: music concert
Mittwoch, 13 Oktober 1999, Rotterdam
7.00 Departure Arnheim
12.00 1&1 concert
13:00 Arrival Rotterdam, Wilhelminarkade, opposite of Café Rotterdam
17.00 Wolf Dieter Ernst: Media Activism 70, reading
18.00 Stephanie Thiersch, Uta Sander and Dave Bennet: process choreography
21.00 Flussux: concert
22.00 DJs, Xchange & Ozone Radio Riga: concert
23.00 Rotterdam: harbour tour
Donnerstag, 14 Oktober 1999, Amsterdam
7.00 Departure Rotterdam
11.30 Jürgen Moritz: Unterschiedlich Sprechen, reading
14.00 Roemer van Toorn: The second modernity, reading
16.00 Arrival Amsterdam, Oostelijke Handelskade, next to the new Amsterdam Passengers Terminal
17.00 Stephanie Thiersch, Uta Sander & Dave Bennet: process choreography
21.00 Nosferatu & Dj Fidel: Rewind, film
22.00 Institut für Feinmotorik: concert
23.00 Feinmotorische DJs
Freitag, 15 October 1999, Amsterdam
20.00 reBOOT: NDSM-shipyard, Barbecue
22.00 reBOOT: NDSM-shipyard, final nervous breakdown party
23.00 reBOOT: NDSM-shipyard, 1&1 concert
Freitag 8 Oktober 1999 – Freitag 15 Oktober 1999
Dirk Holzberg: objective linx, on/offloading of the fisching.net
Josef Skil: recording/reproducing the boats sounds & broadcasting a live_mix_audiostream with all kind of sounds/images/div.libs live/pre_recorded/boat.
Huge Harry, Arthur Elsenaar & Remko Scha: Radio for Everyone; a Computer’s Reflections on the Future of Broadcasting
Stefan Kunzmann & Isabelle Jenniches: Whirligig: downstream & ashore small-scale narrow-cast performances for rhineboat and passengers, riverbanks and public
Ray & Bob: giving their present to the town
Peter Pedaci: traceroute_internet currents
Heike
Mutter

21 Hier sein. Jetzt hier sein. Einen Ort festlegen. Einen Ort festlegen. Einen Ort in Erinnerung behalten. Eine Spur hinterlassen.59 Dorthin
86 Die Arche, das Floss, das Schiff. Schwimmende Bauten. Fahrende Tempel der Inder, die wandernden Häuser der Mongolen, die Wohnung der Zigeuner sind frühe Vorformen für die schwebende, fliegende Architektur des Elektronischen Zeitalters, die Flugzeuge, Raketen, Weltraumstationen.
10 Nirgendwo sein, ortlos, verloren. Das Verstecken, Verbergen der festen Orte, die Aufhebung der Orte und das Auf-Reisen-Gehen. Utopie heisst U-Topos, Kein Ort, nirgends.
15 Wege, Strassen, Flüsse Geradeaus, rechts herum, links herum. Während Orte „geronnene Zustände” zeigen, führen Wege virtuelle Abläufe vor. Die Zeit wird im Raum als Vorher – Nachher- Phänomen abgebildet. Wegformen enthalten Bewegungsschemata, die beim sich bewegenden Protension und Retension aufbauen, d.h. Vorausgerichtetsein und Rückblick, Erwartung und Erinnerung.
13 Wegweiser. Wie ein Berg oder ein Baum in der Landschaft, so kann ein gebautes Ding den Weg weisen. Die Orientierung erleichtern, einen Anhaltspunkt sein für unsere Alltagsmanöver, Bildzeichen in unserer räumlichen Vorstellung, zum festmachen der Erinnerung.
2 Irgendwo ausserhalb des Raumes. Im Cyberspace ist die Orientierung an Instrumenten festgemacht, d.h. an Skalen von Anzeigen, nicht mehr an konkteten Dingen und Orten. Wo liegen die Referenten der verfügbaren Zeichen. Mehr und mehr entziehen sich die Handlungsrituale der Piloten dem korrespondierenden Körpergefühl. Das Raumschiff ist vorwiegend durch das Netz der Sende- und Empfangsdaten bestimmt. Diese Zeichen sind nun die eigentliche, die primäre Wahrnehmungswelt.
1 Katastrophen der Unfall, der Flugzeugabsturz, der Zeppelinbrand, der Untergang der Titanic, das Verglühen der bemannten Weltraumrakete. Die mächtigsten industriellen Apparaturen, können zu den schrecklichsten Katastrophen führen, wenn sie nicht aufs genaueste überprüft werden. Die Massen die sie in Bewegung setzen, ihre Geschwindigkeit, ihre ganze Kraftentfaltung wirken aufs schrecklichste zerstörerisch, wenn sie plötzlich angehalten oder vom Ziel abgeleitet werden.
© Heike Mutter
Interview
1 Der legendäre vierte Kongress der Internationalen Kongresse für moderne Architektur (CIAM IV) fand im Juli und August 1933 statt. Führende Architekten der Moderne – darunter Le Corbusier – versammelten sich an Bord des griechischen Ozeandampfers „Patris II“ zu einer Kreuzfahrt von Marseille nach Athen und zurück.

Hybrid
Space
Veröffentlichung Idensifying® Translocalities, Prof. Frans Vogelaar @ Kunst NRW.NL, Amsterdam, 1. Oktober 1999
Idensifying® Translocalities wird als Teil von reBOOT veröffentlicht.

Hybrid
Location
Auszug aus dem Essay Constructing the Digital Commons, Eric Kluitenberg @ tactical media files, Amsterdam, 1. März 2003
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