
Mit dem Vortrag CRISIS design – im Rahmen des Programms Designing beyond Crisis – trägt Hybrid Space Lab zu der Berlin Science Week 2023 bei.
CRISIS Design konzentriert sich auf Kreativität als Katalysator für schwierige politische Prozesse und neue Visionen für eine sozial-ökologische Transformation.
CRISIS-Design befasst sich mit dem ökologischen Wandel, der damit einhergeht und einen konzeptionellen Wandel, einen Paradigmenwechsel, erfordert.
Dieser globale Übergang muss auch andere Wissenssysteme und Weltanschauungen integrieren, von denen einige immer noch das tägliche Leben der Stadtbewohner im globalen Süden organisieren und im globalen Norden oft gemieden und missachtet werden.
Vortrag CRISIS design @ Designing beyond Crisis, Berlin Science Week 2023, 18.30-20.00, 2 November 2023
Entwerfen
jenseits
der Krise
Katharina Loderstädt, Creative Director bei Archimedes Exhibitions
Prof. Elizabeth Sikiaridi und Prof. Frans Vogelaar, Gründer des Hybrid Space Lab
Ony Yan, Designerin
Nancy Birkhölzer, Designerin und Nachhaltigkeitsexpertin
Prof. Dr. Felix Kosok, Grafikdesigner und Designwissenschaftler
Mara Recklies, Philosophin mit Spezialisierung auf Designtheorie und -kritik
Prof. Carl Frech, IDZ-Mitglied
Vortrag CRISIS design @ Designing beyond Crisis, Berlin Science Week 2023, 18.30-20.00, 2 November 2023
Wie können wir die wachsenden Herausforderungen bewältigen, die mit Klimamigration und Migration aufgrund humanitärer Katastrophen einhergehen?
CRISISdesign entwickelt innovative Lösungen für Krisensituationen und für Gemeinschaften, die neue Infrastrukturen für den Alltag benötigen.
Das Projekt präsentiert umweltfreundliche und nachhaltige Projekte, die auf unvorhersehbare Klimaveränderungen ausgerichtet sind und/oder sich mit Migration und Mobilität als Folge von Globalisierung und politischen Unruhen befassen.
CRISISdesign entwickelt innovative Lösungen in und für Krisensituationen sowie für Gemeinschaften, die neue Infrastrukturen für den Alltag benötigen.
Permacrisis orientiert sich an der Permakultur (nachhaltige landwirtschaftliche Ökosysteme) und verwendet das ironisch-hyperbolische Präfix „perma“, das einen Ausnahmezustand bezeichnet.
CRISISdesign konzentriert sich auf aktuelle Forschungen zu instabilen Systemen und dynamischen Strukturen sowie auf die visuelle Erforschung von Krisensituationen und untersucht die „Ästhetik der Instabilität“.
CRISISdesign, das neue Wege im Design beschreitet, ist ein logischer nächster Schritt in der Entwicklung. Design definierte sich ursprünglich als Einsatz zum Wohle der organisierten (gestalteten) Welt.
Design als Mittel zur Verbesserung unserer Lebensweise hat Krisen – beispielsweise massive und plötzliche Veränderungen der sozioökonomischen Bedingungen – bislang nie berücksichtigt. Auch die Bedürfnisse in Situationen von Naturkatastrophen oder anderen Katastrophen wurden kaum thematisiert.
Eine Sichtweise auf die Realität, die auf dem Glauben an stabile Systeme beruhte, gerät ins Wanken. Die Brüche und Umbrüche, die wir heute erleben, lassen den Bedarf an CRISISdesign entstehen. Die Integration des Konzepts des Umbruchs in unser mentales Modell ist eine Voraussetzung dafür, ein Verständnis für die Brüche zu entwickeln, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen.
Umwandlung
Menschen
und
Orte
Im Rahmen der Reihe „Transforming People and Places“ wollen das IDZ (Internationales Design Zentrum) und AMDX (Archimedes Exhibitions) der Frage auf den Grund gehen, was Design für eine lebenswerte Zukunft bewirken kann. Dabei wollen wir über Grenzen hinaus gehen und sie sprengen: Die Grenzen des Möglichen und die der Disziplinen.
Wir bringen dafür die Wissenschaft und die Kunst in einen Dialog und beleuchten die Krisen unserer Zeit.
Denn Fakt ist, dass wir in einer Multikrise leben.
Demokratie und stabile politische Verhältnisse stehen massiv unter Beschuss. Flüchtlingsströme scheitern an Meeres- oder Landesgrenzen. Hunger, Dürre, Epidemien, Kriege, Naturkatastrophen gehören für viele zum Alltag.
Wir zeigen Projekte, die Perspektiven verschieben und Lösungswege denken. Wir stellen spannende Köpfe vor, die mit innovativen Konzepten die Welt ein bisschen besser, ein bisschen freier machen können. Denn wir wollen Utopien und Visionen für den Wandel kreieren, Austausch ermöglichen und den Blick weiten.
Im interaktiven Format des Fishbowl diskutieren wir mit dem Publikum:
Was verstehen wir unter einer lebenswerten Zukunft und wie können wir sie gestalten? Wie bleiben wir innovativ und finden praktikable Lösungsansätze? Kann Kreativität als Katalysator fungieren? Was sind ökologische, politische, soziale Auswirkungen von Kunst und Design? Wie informieren wir über Krisen, wie funktioniert Aufklärung, welche Fragen sollten wir stellen? Brauchen wir neue und radikale Motive, Ansätze oder Bilder für einen Bewusstseinswandel?
Design kann Systeme verändern und Kräfte mobilisieren. Dafür müssen wir jetzt positive und neue Narrative für unsere Zukunft kommunizieren.
Internationales Design Zemtrum
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